Entegutallesgut

Juni 30, 2008

Es lebe der Fußball, der Fußball ist tot!

Gespeichert unter: stadtgeschichten — entegutallesgut @ 9:11 Uhr vormittags
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In Wien herrschte während der EM eine eigenartige Stimmung. Die Euphorie blieb natürlich aus, weil wir keine Feiermeier und Fähnchenschwinger sind.

Amüsiert haben mich die zahlreichen EM Gegenveranstaltungen, die unterschwellig unsere Haltung zum staatstragenden Thema gezeigt haben. Wien ist noch immer Kulturstadt, das können wir, das sollten wir so behalten.

Was ich als Erinnerung mitnehme? Die leere Fanzone und die feurige Stimmung im Ernst Happel Stadion. Das wird das Stadion und der Rathausplatz in der Form die nächsten Jahrzehnte nicht mehr erleben.

Gibt es irgendwo diese Hemderln zu kaufen, oder kann man sie vielleicht bei Licht im Dunklen ersteigern?

Juni 25, 2008

Was ist Fußball?

Gespeichert unter: Ent(e)deckt — entegutallesgut @ 1:13 Uhr nachmittags
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Ich halte noch immer Österreich die Daumen, wir sind doch noch nicht draußen, oder? Außerdem suche gerade ein neues Klo. Irgendwelche Vorschläge?


da gefunden.

Juni 23, 2008

Gatschwelle

Gespeichert unter: Die Welt, ente on tour — entegutallesgut @ 4:23 Uhr nachmittags
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Rufus verteilt Rollen (da nicht, aber wo anders), die wie Schwedenbomben aussehen, aber selten wie Schaumrollen. Er jammert immer über neue Kategorien, ob er einen aufgeräumten Schreibtisch hat?
Egal, ich verteile meine Rolle rückwärts als Gatschwelle, weil ich Bohnengeschädigt bin.

Warum muss man in flyniki/airBerlin Flügen immer Mr. Bean sehen? Weil man dann keine Kopfhörer kaufen muss?
Irgendwie verstehe ich die Welt nicht mehr. Hört mich wer?

Juni 13, 2008

Eine neue Zeitrechnung im österreichischen Fußball?

Gespeichert unter: ente on tour — entegutallesgut @ 9:01 Uhr vormittags
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Suppa hom’s g’spült unsere Burschen. Oba ans vasteh i net, wieso der Hicke, Spüler von da Bundesliga, die jede Kugel einebringen net einsetzt. AHoffer zum Beispü, der jeden Boin a einebringt, immer am Bangl sitzen muass.

Gerade in Ö3 gehört. Ich werde und kann dieses Mal nichts kommentieren, weil ich das Spiel nur am Rande gesehen habe. War essen und alle drei Bildschirme waren nicht in meinem Sichtfeld. Was machen die Gastronomen eigentlich mit den ganzen tollen Flachbildschirmen? Wenn jemand nach der EM von irgendwelchen günstigen Angeboten hört, soll es mir bitte sagen.

Den Elfer hab ich dann im Auto gehört und hätte fast einem Deutschen die offene Fahrertür abgefahren.

Ganz interessant, die verschiedensten Prognosen, was und wie wir gegen die Deutschen spielen werden. Die Optimisten meinen, es wird eine neue Zeitrechnung geben. Lassen wir uns überraschen? Ach ja, ich bin in Griechenland.

Die Chance lebt!

Juni 12, 2008

Wenn Fußball Pause macht

Gespeichert unter: ente on tour — entegutallesgut @ 5:24 Uhr nachmittags
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lädt das Parlament während der EM zu einer GRATIS Führung ein. Das sollte man doch in Anspruch nehmen. Leider war mein Tag heute schon verplant, aber vielleicht schaffe ich es morgen.
Allen Interessierten möchte ich diese Information weitergeben:

Mo - Sa 9.oo - 16.oo Uhr Interaktive Medienstationen(Info über die parlamentarische Demokratie, die EU, das Innenleben des Parlaments, sowie deren Politiker.

30 Minuten Führung durch das Parlament, Treffpunkt Besucherzentrum des Parlaments

Mo - Sa 10.ooh, 11.ooh, 12.ooh, 14.ooh, 15.ooh, 16.ooh (Deutsch)
10.30h, 11.30h, 12.30h, 14.30h, 15.30h (Englisch)

Keine Führungen, wenn der Nationalrat oder der Bundesrat tagt.

Von der fast menschenleeren Fanmeile, heute aufgenommen.

Juni 9, 2008

Kondome hamstern

Gespeichert unter: Die Welt — entegutallesgut @ 3:05 Uhr nachmittags
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Wenn es Winter wird, dann werden Vorräte angelegt. Manche haben das auch mit Butter und Milch gemacht, als von Preissteigerungen gesprochen wurde. Andere lassen sich einen Container Kondome liefern, weil es kalt und unwirtlich wird.

In der Antarktis bricht der Winter an und man sorgt schon einmal für die kuscheligste Zeit vor. Eine Lieferung von Kondomen und nicht gerade wenig: 16.488 erreichte die McMurdo Station. Diese Lieferung soll für 125 Personen reichen. Es wurde dementiert, dass es sich hierbei um einen Jahresbedarf handle (wie lange sind Kondome haltbar? Verflüchtigen sich nicht irgendwann die Weichmacher und man kann jemanden mit der leeren Haut derschlagen?). Im Sommer sollen dort bis zu elfhundert Leute arbeiten.

Gehen wir davon aus, es ist der Winterbedarf, denn für ein ganzes Jahr erscheinen mir die Kondome für 1.100 Leut doch zu wenig. Nur müssen wir überlegen, ob die Quotenregelung auf der Südhalbkugel gerecht angelegt wurde, wie viele homosexuelle Paare sich dort finden, welcher Nationalitätenmix dort vorherrscht, wie viele in guter Hoffnung sind, oder sich darin wiegen und ganz wichtig: Wie lange dauert ein arktischer Winter? Die Tage dividieren wir dann durch die Leute, schütteln das Ergebnis in der hohlen Hand, werfen es in die Luft, fangen auf, vergleichen mit den Kondomen und wissen dann wie oft und überhaupt mit und ohne doppelten Rittberger, die Statistik des Sexualverhaltens stimmen mag.

Ob sie mich für eine Doktorarbeit brauchen könnten? Dafür muss man ja nicht zwangsläufig in der Antarktis stationiert sein. Ich kann mir gut vorstellen, die Statistik in der Karibik zur vollsten Zufriedenheit ausarbeiten zu können.

Der Standard als Quellenlieferant
McMurdo vulgo MacTown - ich sehe schon, es wird mit den Zahlen geschummelt. Nicht 125 Menschen sind im Winter dort, sondern 250. Ich glaube, die statistische Auswertung lasse ich anderen über und melde mich zum Bananengeradebieger Camp an, sicher ist sicher und wenig Stress.

Wappler

Gespeichert unter: Die Welt, befindlichkeiten — entegutallesgut @ 9:31 Uhr vormittags
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Ich bin ja nicht der Fußballfan, eigentlich gar nicht.

Vergellt hat mir das mein allererster Freund, der mich anstatt in einen Eissalon auszuführen, auf den Fußballplatz mitnahm. Geduldig hat er mir versucht die Fußballregeln zu erklären, besonders die Abseitsstellung. Er dachte im Ernst mich zumFußballfan zu machen. Gut, einige Frauen sind ja tatsächlich ziemlich fanatisch. Geduldig war ich (sehr!!), weil ich aus Liebe mitgegangen bin. Schluss gemacht haben wir in England - gar nicht beim Fußball.

Wenn aber kein Interesse da ist, dann merkt man sich die Finessen der Fußballregeln auch nicht. Außerdem waren die Spiele damals für meine Begriffe immer langweilig. Noch dazu habe ich jedes Tor verpasst, weil ich meine Umgebung interessanter fand, als das Spielfeld. Der Nachteil: Live gibt es keine Wiederholung.

Daher schaue ich wenn überhaupt, nur mehr im Patschenkino Fußball und wenn, dann natürlich unsere Burschen, um sie ein bisschen anzufeuern (weired … ich geb’s zu, denn sie hören es ja nicht). Auch wenn ich mich gestern nicht sonderlich ausgekannt habe, sehe ich doch, wenn sich gegnerische Spieler untereinander am Leiberl zupfen und halten. Zugegebener Maßen, ich muss nicht mitrennen, aber das ist eben der Job eines Schiedsrichters und auch zu sehen, wann ein Elfer gegeben werden muss - noch dazu wenn man daneben steht. Ein Vollwappler eben! Ich verleihe ihm eine Blindenschleife. Wisst ihr eigentlich, dass ein Schiedrichter, auch so einem Wappler wie vom gestrigen Spiel, die UEFA zehntausend Euro ausbezahlt? Und das für ein Spiel!

Ich sollte zu meiner Arbeit übergehen: heute steht Buchhaltung im Hauptprogramm. Möge dieser Kelch bald an mir vorübergehen.

Fazit: Gestern war Bombenstimmung im Wiener Stadion, besonders wenn die Burschen den Ball vor den Haxerln hatten. Das war zwar nicht sehr lange, aber immerhin hat es Stimmung gemacht. Und in der zweiten Hälfte haben sie für meine Begriffe gekämpft wie die Löwen. Manchmal gebe ich mir den Kommentar im deutschen Fernsehen. Dass die deutschen Zuschauer dabei nicht einschlafen, wundert mich sehr. Edi und Adi sind einfach besser, oder?

Gibts noch etwas zu schreiben, damit ich die Buchhaltung herauszögern kann? Ich bitte um rege Anteilnahme in der Kommentarschiene. Bin für jede Ablenkung dankbar!

Juni 7, 2008

hop schwiiz

Gespeichert unter: stadtgeschichten — entegutallesgut @ 6:18 Uhr nachmittags
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Gestern schon die ersten johlenden (kroatischen) Fans in der Stadt gehört. Obwohl mir viele versicherten, sobald die EM beginnt, wird auch beim desinteressiertesten Wiener Fußballfan der Funke überspringen. Eigentlich war geplant, etwas zu grillen, aber das Gewitter dürfte den Funkenflug ein wenig hemmen.

Ich überlege, ob ich einmal die Fan-Zone betreten werde - es ist gerammelt voll, das mag ich eigentlich nicht.

Unseren Schweizer Mitveranstaltern wünsche ich alles Gute, wir reißen eh kein Leiberl.

Juni 4, 2008

Handbuch für Schweizreisende

Gespeichert unter: Die Welt, ente on tour — entegutallesgut @ 5:40 Uhr nachmittags

Das Deutsch nicht gleich Deutsch ist, wissen wir bereits. So sprechen wir mit einem Bewohner aus unserem Nachbarland ein und die selbe Sprache und verstehen uns doch nicht. Gut, da fragt man nach und bekommt es schnell erklärt.

Doch andere Länder andere Sitten.
Was ich am Wochenende gelernt habe, wie man sich in der Schweiz richtig verhält und ich die Schweizer teilweise verkannt habe.

Der Schweizer fährt mit der Bahn. Unglaublich wie voll die Züge sind, wie gut die Bahnverbindungen sind und ebenso das Bahnfahren selbst für Fremde recht einfach ist. Ganz ehrlich, ich möchte keinen Ausländer mit der ÖBB irgendwohin schicken.

  1. Bahnfahren ist auch teuer. Ich war als offizieller Sponsor der Schweizer Bahn unterwegs. So gab ich in den Tagen Freitag bis Montag in etwa so viel aus, wie ich mit diesem Betrag sicherlich gut und gerne 2 Mal Wien-Zürich-Wien fliegen hätte können.
  2. Bahn ist nicht gleich Bahn. Das bedeutet, wenn man in einem kleinen Kaff nur einen einzigen Bahnsteig sieht, der die Nummer 11/12 trägt, dass es nicht unbedingt noch 10 andere Bahnsteige geben muss. Es gibt schon ein paar, aber eben nicht so viele und das interessante daran ist, sie befinden sich versteckt hinter einem anderen Gebäude, fein säuberlich durch die Hauptstraße getrennt. Weil die anderen Gleise gehören der SOB und die anderen der Appenzeller Lokalbahn. Deswegen habe ich einen Zug versäumt, weil ich wie verrückt und in Eile Bahnsteig 3 gesucht hatte und fast schon am Abstellgleis gestanden bin.
  3. Die Schweizer Bahn ist fast grundsätzlich pünktlich, nur wenn einem ganze 4 Minuten zum Umsteigen bleiben, dann hat sie gerne Verspätung. In diesem Falle liegen die Bahnsteige auch ein ordentliches Stück auseinander.
  4. Wer in der Bahn einen Platz sucht, oder auch nicht suchen muss, weil recht viele Plätze frei sind, sollte trotzdem fragen, ob der Platz frei wäre. Das gehört sich so. Allerdings wurde mir gesagt, man überlegt bereits in der Schweiz darüber eine Volksabstimmung zu machen, ob man noch fragen soll, wo es eigentlich ganz klar ersichtlich ist, da sitzt keiner. Man ist sich diesbezüglich uneins.
  5. Wenn man den Sitzplatz in der Bahn verlässt, dann verabschiedet man sich.
  6. Punkt 4-5 gilt nur für ländliche Bereiche, ab Aarau Richtung stadteinwärts, setzt man sich einfach hin, egal ob frei oder besetzt. Wer trotzdem fragt, wird blöd angesehen und belächelt, als wäre man minderbemittelt. Man setzt sich einfach, nötigenfalls auch auf die abgestellte Tasche, die der Schweizer gerne neben sich deponiert, um Abstand zu halten. Der Schweizer kuschelt nicht gerne mit Fremden.
  7. Als ich auf die Frage, wohin ich unterwegs wäre, nach “Appenzell” antwortete, bekam ich nur zwei kreisrunde Augen zu sehen und dann die Antwort “aha, nach Appenzell fahre sie.” Warum, erfuhr ich erst, nachdem ich erfragt habe, was an Appenzell so schlimm ist. Appenzell ist einfach schlimm. Da fährt man nur hin, wenn man unbedingt muss.
  8. Am Weg dahin - also nach Appenzell, in Gossau ausgestiegen. Interessanter Weise sagen sie im Zug “Gosau” an, so wie unser Tiroler Gosau, obwohl man das Schweizerische mit zwei “ss” schreibt. Man steigt aus, es riecht nach Kuh.
  9. Man steigt in Appenzell aus - es riecht nach Kuh.
  10. Man öffnet eine Wohnungstür um das Haus zu verlassen, es riecht nach Kuh. Ganz Appenzell riecht angeblich immer nach Kuh und zwar so stark, dass benachbarte Kantone den Geruch kantonübergreifend mitbekommen.
  11. Wer sich eine Bahnkarte beim Schalter kaufen möchte muss beachten, es gibt einen Schlangeneingang und einen -ausgang. Wer wie ich ewig beim Ausgang steht und erst spät checkt rechts daneben stehen viele Schweizer, nicht weil ihnen langweilig ist, sondern weil sie wie ich eine Bahnkarte kaufen wollen, muss sich neu anstellen. Dazu habe ich innerhalb der verbotenen Zone den kürzesten Weg genommen, bin an den wartenden Schweizern vorbei, um mich hinten anzustellen. Ich habe keinen Schweizer berührt und bin ihm auch nicht mit dem Trolley über die Zehen gefahren. Trotzdem erntete ich eigenartige Blicke. Entschuldigte mich, am Ausgang gewartet zu haben. “Ja,” sagte eine Dame “sie sind aber innen herumgegangen.” Ich hatte schon gefrühstückt, sonst hätte ich ihr den Kopf abgebissen, stattdessen dumm gelacht. Grund mehr für einen Witz (siehe 14).
  12. Einen Schweizer begrüßt man mit dem Vornamen. Man sagt zum Beispiel “Guten Tag, Urs” und verabschiedet sich auch wieder mit “Ade Urs”. Die Schweizer mögen vielleicht langsam sein, verfügen aber über ein überaus gutes Namensgedächtnis, denn ab 10 Personen wird das schon ein wenig schwierig. Außerdem hat man als Nichtschweizer den Wahnsinnsstress, sich alle Namen merken zu müssen. Die Schweizer können das aber. Was täte meine langjährige Freundin, die sich gerade noch meinen Namen merkt, aber sonst immer leise fragt, wie denn der Mensch gegenüber von ihr heißt, mit dem sie sich schon seit mehr als einer Stunde unterhält.
  13. Jeder den Kreisverkehr verlassende Schweizer blinkt - es ist unglaublich aber wahr! Die Schweizer sind sehr korrekt.
  14. Die Schweizer erzählen Österreicherwitze und haben die Pointe von unseren Burgenländerwitzen gestohlen. Das ist ein wenig langweilig und nicht kreativ.
  15. Man freut sich verhalten über die in der Schweiz stattfindende Europameisterschaft. Das mitveranstaltende Land Österreich wird freundlich belächelt, aber nicht ernst genommen.
  16. Die Schweizer haben eigenarte Fußballschuhe und wollen damit ihre Gegner täuschen.

Mai 27, 2008

Fromme Helene - züchtige Birnentorte

Gespeichert unter: küchenente — entegutallesgut @ 12:05 Uhr nachmittags
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»Na, Lene! hast du’s schon vernommen?
Der Vetter Franz ist angekommen.«
So sprach die Tante früh um achte,
Indem sie grade Kaffee machte.

»Und hörst du, sei fein hübsch manierlich
Und zeige dich nicht ungebührlich,
Und sitz bei Tische nicht so krumm
Und gaffe nicht soviel herum.
Und ganz besonders muss ich bitten:
Das Grüne, was so ausgeschnitten -
Du ziehst mir nicht das Grüne an,
Weil ich’s nun mal nicht leiden kann.«

Wilhelm Busch hat dieser Blogeintrag heute nicht zum Thema, obwohl es sich ganz nett darüber plaudern lässt.

Ein Blogfreund hat mir regelrecht Zähne nach einer Torte gemacht, die ich unbedingt probieren musste. Nun gibt es einige Rezepte einer Birne Helene, nur das eine Rezept hatte dies, dem anderen fehlte das und so habe ich einfach meine “Fromme Helene” zusammengestellt und abgeändert. Die Namensgebung war klar, damit sie nicht unter den vielen Birnentorten untergeht. ;-)

Am Vortag die Birnenfüllung vorbereiten

2 Dosen (Asche auf mein Haupt) halbe Kompottbirnen, oder dementsprechend frische Birnen, schälen und in nachstehendem Sud langsam weichkochen und über Nacht stehen lassen.
200 ml Wasser
10 dag Kristallzucker
, beides bis zum kleinen Flug kochen (es brizzeln die aufsteigenden Blasen)
1 Zimtstange
Vanilleschote ausgeschabt und mitkochen
Geschälte, geviertelte (oder halbiert, je nach Größe) Birnen einlegen und weichkochen
oder
die Kompottbirnen über Nacht einlegen
und einen Schuss Birnenschnaps dazu (vorher kosten, ob er auch gut ist :-) - mMeiner war aus Südtirol, ein Rhoner.)

Oft liest man mehr als wie genug.
Die Flasche ist kein Liederbuch.

Für den Boden einen Mürbteig bereiten

18 dag Mehl
4 dag Staubzucker
1 Pkt. Vanillezucker
2 EL Milch
10 dag kalte Butter in Stückchen geschnitten

Die Zutaten alle miteinander verkneten. Wenn der Teig zu weich ist, im Kühlschrank ca. 1/2 Stunde rasten lassen und dann auf einem Backtrennpapier eine runde Form auswalken. In die Kuchenform legen und bei 12 Minuten, 180° C backen.

Biskutitteig

2 Eier
5 dag Zucker
4 dag Mehl + 1 EL Speisestärke
1/2 TL Backpulver

Eier trennen und das Eiweiß mit 2 EL kaltem Wasser zu Schnee schlagen, dann den Zucker zufügen und weiterschlagen, die Dotter abwechselnd mit der Mehl/Stärkemischung unterheben.
Auf dem gebackenen Mürbteigboden verteilen und bei 170°C ca. 15 Minuten backen (weiß ich jetzt nicht so genau wie lange).

Den nun fertigen Boden auskühlen lassen, aus der Form nehmen und in einen Tortenring stellen, anschließend mit Schokoladenglasur bestreichen. (Habe ich gemacht, damit der Tortenboden nicht gleich so durchnässt ist. Außerdem erweist sich der Mürbteiguntergrund als sehr guter Stabilisator und die Torte klebt dann nicht mehr so am Tortenteller fest.)

Die weichgekochten und aromatisierten Birnenhälften nun auf den Teig legen und die verbliebene Flüssigkeit mit einem Säckchen Tortengelee (oder eingeweichten Gelatineblättern) auflösen und die Früchte damit überziehen.
Auskühlen lassen, damit das Gelee stockt.

In der Zwischenzeit die Mascaroponecreme bereiten

Dort die Damen mit den süßen,
Himmlisch hohen Prachtpopös.

25 dag Mascarpone (ich habe die Leichtversion genommen - 21% F.i.Tr  damit der Prachtpöpö nicht noch größer wird.)
12 dag dunkle Schokolade zerlassen und untermischen
1/4 l Schlagobers geschlagen unterheben
und zum Schluss noch ein ordentlicher Schuss Schokolikör (vorher kosten, ob er auch gut ist! :-))


Es ist ein Brauch von alters her:
Wer Sorgen hat, hat auch Likör!

Die Creme auf die Torte streichen und ein paar Stunden kühl stellen. Vor dem Servieren ein paar Schokospäne darüberhobeln. Ein hübscher Kontrast wäre, wenn man hätte, weiße Schokolade.

Wo mit weichen Wogebusen
Man schön warm beisammen sitzt,
Wo der hehre Chor der Musen,
Wo Apollo selber schwitzt.

Espressomaschine aufdrehen und ein Stück genießen!

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